Der begnadete Pianist Peter Waters und Mario Massa, Trompete, geben sich am Sonntag, 12. Februar 2012, 17:00 Uhr in der Kulturstube Löwen in Diessenhofen die Ehre. Das vielfältige Programm beinhaltet die Stilrichtungen Klassik, Jazz und Pop.
Eintritt: CHF 25.00
Peter Waters, geboren in Australien, gewann bereits während seinerStudienzeit verschiedene Preise, unter anderem Solopreise des Royal College of Music und den Australien Musical Association Preis. Einer seiner ersten grossen Auftritte in Europa fand im Rahmen der Salzburger Festspiele statt, wo er zusammen mit der Sopranistin Gundula Janowitz in Paul Hindemiths "Marienleben" zu hören war. Es folgten Konzerte in zahlreichen europäischen Städten und an vielen Musikfestivals. Begleitet wird er von Mario Massa an der Trompete.
Mundart-Chansons von und mit
Jacqueline Schlegel - Lieder, Gesang & Gitarre
Geert Dedapper - Akkordeon, Klavier & Gesang
Mit Charme und Schalk singt und erzählt sich Jacqueline Schlegel temperamentvoll durch Höhenflüge und Abgründe der Liebe allgemein und im Speziellen.
Sie lässt Träume in den Himmel fliegen, um sich im nächsten Moment problemlos selber zu widersprechen. Denn wer sagt denn, dass das, was ist, und das, was man grad jetzt meint, dass es sei, wirklich das ist, was es vorgibt, zu sein?
Nie gibt sie die Hoffnung auf, dass alles besser wird, als es ohnehin nie war. Hauptsache, irgendwo ist «Happy End»! Für wen und für wie lange auch immer... Illusionen für alle!
Geert Dedapper träumt nicht, er lässt träumen! Leidenschaftlich und virtuos begleitet er auf dem Akkordeon und dem Klavier in seiner Sprache ihre Worte. Er spielt, singt oder schweigt, wenn sie spricht, singt oder spielt.
Jacqueline Schlegels Lieder reichen – ohne den intimen Rahmen des Chanson-Genres zu verlassen – von lyrisch-zarten Balladen zu funky über Musette zu Tango bis hin zum Blues...
Träum witer... Ein Abend voller Auf- und Hingabe... und ganz viel wundervoller Musik.
"derchor" Stein am Rhein lädt alle, die Freude am Singen haben, zu einer offenen Probe am Donnerstag, den 17. Februar um 20.30 Uhr in die Kulturstube des Gasthaus Löwen in Diessenhofen ein. Bei der Probe unter der Leitung von David Lang aus Mammern werden verschiedene Lieder einstudiert, es sind keine Vorkenntnisse nötig, jeder der gerne singt oder es einfach einmal ausprobieren möchte ist herzlich eingeladen. Die offene Probe ist gratis und ohne Anmeldung. "derchor" freut sich auf viele neugierige Teilnehmer. Mehr Infos über "derchor" finden Sie auf unserer Website: www.derchor-steinamrhein.ch
AUSVERKAUFT!!!
Die Gewinner des deutschen Kleinkunstpreises 2011 in der Kulturstube!
Ulan & Bator
Ulan & Bator haben mit kreativer Urkraft eine völlig neue Form der Komik etabliert. Mit Zuhilfenahme zweier ästhetisch bedenklicher Kopfbedeckungen tauchen sie ein, in das Paralleluniversum ihrer und unserer "Wirrklichkeit". Aus dem täglichen Wahnsinn schlagen sie sprühende Funken philosophischer Komik irgendwo zwischen Nonsens, Dada, Kabarett und Theater. Ihr intelligenter Humor, das perfekte Timing und die exakte Umsetzung ihrer Ideen in Körperkomik sorgen für eine erfrischende Irritation, die das Publikum im Laufe des Abends in immer grössere Begeisterung versetzt.
Ein Abend mit Gesang und Musik aus dem Jüdischen Leben, aus der Welt der Oper und leichten Muse. Dazu Texte von Autorinnen und Autoren aus Czernowitz und Reminiszenzen aus Joesph Schmidts Leben.
Der Sohn deutschsprachiger orthodoxer Juden wuchs in Dawideny (am Sereth südwestlich von Czernowitz gelegen) und in Czernowitz auf. Seine Heimat Bukowina gehörte zur österreich-ungarischen Monarchie und kam nach dem Ersten Weltkrieg zu Rumänien; 1940 kam ein Teil zur Sowjetunion - die vorerwähnten Orte liegen heute in der Ukraine; das Dorf Dawideny heißt rumänisch Davideni. Bereits im Kindesalter sang Joseph Schmidt als Kantor in der Synagoge von Czernowitz.
Er studierte ab 1924 an der Königlichen Musikschule Berlin bei HermannWeissenborn Gesang. Der weltweit erfolgreiche Schmidt nahm zahlreiche Schallplatten auf und sang zwischen 1929 und 1933 am Berliner Rundfunk in 38 Rundfunkopern. Mit seinen Rundfunksendungen trug er nicht nur zur Popularität des Rundfunks bei, sondern wurde selbst ein gefeierter Tenor. Aufgrund seiner geringen Körpergröße von 1,58 m blieb ihm eine Karriere auf der Opernbühne verwehrt. Trotzdem konnte er ab Januar 1939 in Brüssel die Rolle des Rudolf in La Bohème verkörpern, es folgte eine Tournee über Liège, Gent, Antwerpen, Brügge, Courtraus, Ostende und Verviers. Innerhalb eines Jahres spielte er diese Rolle 24 mal.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten sang er am 20. Februar 1933 zum letzten Mal im deutschen Rundfunk („Der Barbier von Bagdad“). Eine Woche darauf wurde ihm der Zugang zum Funkhaus verwehrt. Nach der Premiere seines Films „Ein Lied geht um die Welt” am 9. Mai 1933 floh er im Dezember vor den Nationalsozialisten zunächst nach Wien, gastierte 1934 in Palästina und debütierte am 7. März 1937 als Tenor in der New Yorker Carnegie Hall. 1938 führte ihn seine Flucht vom inzwischen annektierten Österreich nach Belgien, im November 1940 nach Frankreich. Hier wurde er als deutscher Jude in Südfrankreich zwangsinterniert.
Schmidt gelang im September 1942 nach mehreren missglückten Versuchen die Flucht in die Schweiz. Durch die Flucht geschwächt brach Schmidt in Zürich auf offener Straße zusammen, wurde erkannt und als illegaler Flüchtling (laut eines Gesetzes von 1942 galten Juden in der Schweiz nicht als politische Flüchtlinge) in das Internierungslager Girenbad „zur Abklärung des Falles“ gebracht. Schon nach kurzer Zeit erkrankte er an einer Halsentzündung und wurde in das Kantonsspital Zürich eingewiesen. Zwar behandelte man dort die Halsbeschwerden, seinem Hinweis auf starke Schmerzen in der Herzgegend wollte man jedoch nicht nachgehen und verweigerte eine weitere Untersuchung. Als offiziell geheilt wurde Schmidt am 14. November 1942 aus dem Kantonsspital entlassen und musste in das Auffanglager Girenbad zurückkehren.
Nur zwei Tage später starb der berühmte Sänger im nahegelegenen Restaurant Waldegg an Herzversagen. Die Lagerärzte konnten wegen mangelnder medizinischer Ausstattung nicht mehr helfen. Einen Tag nach seinem Tod lag seine Arbeitserlaubnis vor und er wäre frei gewesen. Das Grab von Joseph Schmidt
Joseph Schmidt ist auf dem Israelitischen Friedhof Unterer Friesenberg im Stadtkreis 3 in Zürich-Wiedikon beigesetzt. Sein Grabstein trägt deutsch die Inschrift Ein Stern fällt ... Joseph Schmidt Kammersänger 1904–1942, hebräisch 'hameshorer hamfurssam', der berühmte Sänger, womit auch die Kantorentätigkeit Schmidts einbegriffen ist. Eine Gedenktafel ist heute am Restaurant angebracht, wo er starb.
Bodo Krumwiede,Schauspiel Lubosch Held, Regie
Bunga-Bunga im Bundesrat?
Ein kurzes Stück gekonnter Unterhaltung und feinen britischen Humors. Das Duo Krumwiede/Held versetzt diese fiktive Parlamentsrede in eine nahe Zukunft und legt sie einem Schweizer Bundespräsidenten mit deutschen Wurzeln (…) in den Mund. Vor der Bundesversammlung in Bern gibt dieser eine Erklärung ab, um seine fragwürdige Wiederwahl zum Bundesrat, mehr Entertainer als Politiker, zu bewerben. Vom politischen Gegner stark angefeindet und nun durch eine Nacht der sonderbaren Abwesenheit in der Öffentlichkeit und den Medien zusätzlich angreifbar geworden, versucht er, sichtlich verletzt und körperlich angeschlagen, die Vorgänge in dieser Nacht in ihrer unheilvollen Abfolge darzulegen und beschreibt mit unermüdlichem Präzisionseifer, wie er, nach frischer Luft ringend, durch einen Klofenstersturz nolens volens aus der Rolle fällt. Ob der Verdacht des Bunga-Bunga-Gebarens im Schweizerischen Bundesrat eher eine Zeitungsente und der angeschlagene Bundespräsident nur ein Opfer der „medialen Grausamkeit“ geworden ist, um die „Lust am Boulevard“ zu steigern und am Schluss seiner Rede wieder wählbar ist, bleibt der Einschätzung des Publikums überlassen. Der pointensicheren Sprache des bekannten britischen Schriftstellers und Kolumnisten Robert Harris (Ghostwriter, Vaterland, Enigma) hingegen, die den unheilvollen Ablauf der Ereignisse im parlamentarischen Stil grotesk zu steigern vermag, wird es sich schwerlich entziehen können.
Tradition und Neuartiges vereinen sich in diesem "bunten Schoppel" von acht jungen Leuten aus dem Innerrhoder Landesteil, die sich 2006 gefunden haben und stolz in der Appenzeller Tracht auftreten. Volkslied, Ratzliedli, und Rugguseli vermischen sich ohne Scheu und experimentierfreudig mit Rap, perkussiv eingesetzten Stimmen und Chansons. Aus heimatlichen Jodelklängen entsteht da plötzlich Unerwartetes und Witziges, Hitziges...
Frech folgt auf den Appenzellerdialekt Englisch, und das brave Strammstehen im Halbkreis löst sich in eine bewegte Show auf. Für Ohren und Augen eine Weide. Aus Altbekanntem wird plötzlich Unerwartetes und Witziges, Hitziges. Ein Ausflug aus dem Alltag, der überrascht, ab und zu auch nachdenklich stimmt, aber vor allem die Lachmuskeln fordert.